Exportmarkt: USA

Bioenergie

Der US-Markt bietet als einer der größten Lebensmittelproduzenten weltweit & mit dem höchsten Abfallaufkommen pro Kopf ein enormes Potential für die Reststoffverwertung von Abfällen. Etwa die Hälfte aller verderblichen Produkte wie Obst und Gemüse wird jährlich weggeworfen, dies entspricht ca. 60 Mio. Tonnen. Die Produktion von Bioenergie erfolgt in den USA aus Wertstoffen wie Deponiegas, Holzabfällen, Abwasser, Lebensmittel- und landwirtschaftlichen Abfällen sowie Gülle.

In Kalifornien wird Bioenergie seit 2006 durch einen vereinfachten Zulassungsprozess, finanzielle Hilfen und Forschung gezielt gefördert und es existieren attraktive Einspeisetarife. Der Agrarsektor, die Forstwirtschaft und die städtischen Gebiete stellen die wichtigsten Biomassequellen.

In Florida führt der hohe Tourismusanteil zu überdurchschnittlich viel Abfall. Diese organischen Reststoffe eignen sich optimal für die Bioenergieerzeugung, weshalb sich hier diverse Investitionsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen bieten.

Energiespeicherung und Smart Grids

Das Thema der Energiespeicherung nimmt seit einigen Jahren in New York stark an Bedeutung zu. Es ist geplant, dass das Stromnetz der Stadt bis 2025 eine Energiespeicherleistung von 2 GW erreicht und diese bis 2030 sogar auf 4 GW verdoppelt wird. New York eifert dem größten US-Speichermarkt Kalifornien nach und hatte in 2017 laut dem US Department of Energy (DOE) insg. 712 Energiespeicheranlagen ins Stromnetz integriert. Zu den ambitionierten Zielen gehört auch die Modernisierung der Netzinfrastruktur, um diese zuverlässiger und widerstandsfähiger zu machen. Neben dem Bedürfnis, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, treiben in den USA auch noch andere Faktoren den Zuwachs von Speichertechnologien an. Zu diesen gehören u.a. die Investitionen in Smart Grids & Microgrids, der steigende Anteil der erneuerbaren Energien sowie bundesstaatliche Regulierungen und Förderprogramme. Daraus ergeben sich hervorragende Möglichkeiten für deutsche Anbieter von Smart Grid- und Energiespeicherlösungen. 

Transport

Da der Transportsektor aktuell rund 28% des Gesamtenergieverbrauchs in den USA ausmacht, spielen Strategien zur Optimierung der Energieeffizienz von Verkehrssystemen eine bedeutende Rolle in den Nachhaltigkeitsplänen der US-Städte. Schlechte Gebäudesubstanzen und veraltete, ineffiziente Infrastruktur- und Verkehrssysteme stellen US-Stadtplaner vor neue Herausforderungen und haben mittlerweile auch in den USA dazu geführt, dass es ein Umdenken in Richtung Energieeffizienz in der Verkehrs- und Infrastrukturplanung gibt. Die Einwohnerzahl wächst in den Metropolregionen im Nordosten der USA stetig und damit werden u.a. neue Verkehrs-, Transport- und Infrastrukturlösungen notwendig. New York City rechnet bspw. mit fast 1 Mio. neuen Einwohnern bis 2030 und bietet zahlreiche Möglichkeiten für energieeffiziente Lösungen und Modernisierungsmaßnahmen.

Windenergie

Da die USA mit 96,4 GW installierter Leistung nach China das Land mit der zweitgrößten Windenergieproduktion ist, sollte es als Absatzmarkt für Unternehmen aus der Windbranche auf der Agenda stehen. In 2018 wurden 7.588 MW neue Kapazität Windenergie installiert und im 1. Quartal 2019 weitere 841 MW hinzugefügt. Damit gilt Windenergie als relevanteste erneuerbare Energiequelle und ist zudem mit Produktionskosten zwischen 33 - 77 USD pro MWh vergleichsweise kostengünstig.
Vor allem an der Ostküste wird die Offshore Windenergie stark ausgebaut und mit küstennahen „Load Centers“ wie New York City und Boston, die einen hohen Energieverbrauch haben, ergeben sich vielzählige Chancen für deutsche Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette. New York wird bis 2035 die Entwicklung von 9.000 MW Offshore Windenergie fördern, denn Ziel der bundesweit führenden Initiative „Green New Deal“ von Governor Cuomo ist es, den Strombedarf in New York bis 2030 zu 70 % aus erneuerbarer Energie zu decken.

AHK-Beratung

Nehmen Sie eine kostenlose und unverbindliche AHK-Beratung mit den Kollegen der Auslandshandelskammer wahr, um festzustellen, ob eine Teilnahme für Ihr Unternehmen an einer AHK-Geschäftsreise sinnvoll ist. Hierbei können Sie die folgenden Fragen stellen:

  • Wie sind die Chancen meiner Produkt- und Dienstleistungen im Zielmarkt?
  • Welches Potential besteht für mein Unternehmen im Zielmarkt?
  • Wie hoch ist der Strompreis oder die Vergütung im Zielmarkt?
  • Welche Förderinstrumente gibt es im Zielmarkt?

Den Kontakt zur Auslandshandelskammer stellen wir gerne für Sie her!

Ansprechpartner

Camila Vargas
Consultant

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