Fernwärme- und Kältenetze - Bulgarien (IV)

08.06.2021–10.06.2021

Ort: Online

Informationsveranstaltung der Exportinitiative Energie

Die Informationsveranstaltungen der Exportinitiative Energie des BMWi bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihr Wissen über interessante Exportmärkte zu vertiefen. Experten aus der Praxis geben Ihnen einen Überblick über Marktchancen und branchenspezifische Absatzpotenziale in Bulgarien.

Deutsche Unternehmen, die bereits vor Ort aktiv sind, berichten von ihren Erfahrungen und geben Ihnen wertvolle Tipps für Ihren Markteinstieg und den Geschäftsalltag. Diese Hintergrundinformationen erleichtern Ihnen die strategische Auswahl Ihrer Zielmärkte und helfen Ihnen, Chancen und Risiken abzuwägen. Somit werden Sie optimal auf Ihre Exporttätigkeit in neuen Märkten vorbereitet. Gleichzeitig haben Sie die Gelegenheit, erste Kontakte zu Experten aus Bulgarien zu knüpfen und sich mit anderen deutschen Unternehmen auszutauschen.

Wir, die energiewaechter GmbH sind als Durchführer der Exportinitiative Energie vom BMWi beauftragt, die Veranstaltung in Kooperation mit der Auslandshandelskammer (AHK) durchzuführen.

Teilnahme

Bitte melden Sie sich zur Veranstaltung über die Veranstaltungsseite der Exportinitiative Energie an. Dort finden Sie die Online-Anmeldung und weitere Informationen zum Programm.

Zielgruppe

Unternehmen, die Produkte, Technologien und Dienstleistungen aus folgenden Bereichen anbieten, sind für den Zielmarkt besonders relevant und zu einem Netzwerken mit der Delegation eingeladen.

  • Heizlösungen durch Bioenergie (Pelletöfen und -kessel)
  • Geothermie-Technologie (v. a. Erdwärme-Anlagen für den gewerblichen und industriellen Gebrauch)
  • Photovoltaik/Solarthermie
  • Wärmepumpenlösungen basierend auf Erd- oder Umgebungswärme
  • Intelligente Steuerung der Heiz- und Kühltechnik in Gebäuden (z. B. Mess- und Regeltechnik)
  • Innovative Heiz- und Kühllösungen
  • Wärmespeicher, Kältespeicher
  • Kühlung und Klimatisierung, Ventilation
  • Heiz- und Kühllösungen für die Industrie, z. B. Nutzung von industrieller Abwärme
  • Industrie- und Hallenheizungen basierend auf erneuerbarer Wärme
  • Fernwärme

Zielmarkt Bulgarien

In Bulgarien bleiben die meist verbreiteten Energiequellen für Heizzwecke Brennholz und elektrische Energie. Erdgas hat aufgrund der unzureichenden Gasifizierung auch in den Großstädten den kleinsten Anteil. Obwohl ca. 10 % der Bevölkerung einen Zugang zu Erdgas haben, wird es nur von 2 % für die Wärmeerzeugung genutzt. Nach wie vor heizen 54 % der Bevölkerung in Bulgarien mit Holz und Kohle, 28,6 % mit Strom und 15 % mit zentraler Wärmeenergie. Dabei verändert sich der Energiemix wesentlich zwischen Stadt und Land. Während in Städten überwiegend mit Elektroenergie geheizt wird (38,3 %), sind im ländlichen Raum nach wie vor Holz und Kohle die Hauptheizquellen (62,8 % bzw. 32,4 %).

In der bulgarischen Energiestrategie ist die Verbesserung der Effizienz der gesamten Kette - von der Produktion von Strom und Wärme über die Verringerung der Verluste bei der Energieübertragung und -verteilung bis zum Energieendverbrauch - eingeplant. Eine der Hauptschwächen der Wärmeversorgung Bulgarien ist die fehlende Dezentralisierung der Wärmeversorgung und damit einhergehende Übertragungsverluste.

Eine der wichtigsten Strategien für einen effizienten Energieverbrauch ist die technische Modernisierung der Fernwärmeunternehmen, welche Maßnahmen sowohl in der Produktion, als auch in der Verteilung und beim Verbrauch von Wärme umfasst. Sehr aktiv werden die Methoden für die hocheffiziente kombinierte Produktion von Strom- und Wärmeenergie unterstützt. Für diesen Zweck ist ein Entwurf des Nationalen Programms zur Stabilisierung und Entwicklung des Fernwärme-Sektors entwickelt worden. So soll der Anteil von KWK-Anlagen an der gesamten Stromerzeugung auf 15 % anwachsen. Die Notwendigkeit, die Integration von erneuerbarem Strom in die Übertragungs- und Verteilungsnetze, den zunehmenden Einsatz intelligenter Netze und den Einsatz von Energiespeichersystemen zu unterstützen, wurde erkannt und wird eine der wichtigsten Maßnahmen im Zeitraum 2021 - 2030 sein.

Am Wärmemarkt sind über 20 Fernheizwerke sowie Wärmekraftwerke im Besitz von Chemie-, Metallurgie-, Lebensmittel-, Ölchemie-, und Textilindustrieunternehmen. Die meisten verfügen über Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Das einzige Fernheizwerk im Gemeindebesitz in Sofia versorgt dort 70 Prozent der Verbraucher mit Wärmeenergie.

Links zur Anmeldung, Unterstützung & Vorbereitung

Ihr Ansprechpartner

Ferdinand Elsäßer
Consultant

E-Mail: fe@energiewaechter.de
Tel.: +49 (0)30 7974441-22

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