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Ecuador - Eigenenergieversorgung und Speicherlösungen für Industrie und Gewerbe (GR)

08.06.2026–12.06.2026

Ort: Die Veranstaltung findet in Quito statt.

Energie-Geschäftsreise

Auf in neue Märkte! Die Exportinitiative Energie des BMWE unterstützt deutsche Anbieter klimafreundlicher Energielösungen mit geförderten Energie-Geschäftsreisen (ehem. Auslandshandelskammer (AHK)-Geschäftsreisen) auf ihrem Weg ins Ausland. Wir, die energiewaechter GmbH, sind als Durchführer vom BMWE beauftragt deutsche Unternehmen über das Programm zu informieren und ihre erfolgreiche Teilnahme zu unterstützen und zu begleiten.

Programm

Bringen Sie Ihre innovativen Energietechnologien dorthin, wo sie dringend gebraucht werden! 

Während einer Fachkonferenz am 09.06 in Quito präsentieren Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen „Made in Germany“ dem ecuadorianischen Fachpublikum.

An den darauffolgenden Tagen organisiert die Deutsch-Ecuadorianische Industrie- und Handelskammer (AHK Ecuador) individuell abgestimmte Termine mit potenziellen indischen Geschäftspartnern, Projektentwicklern und Entscheidungsträgern. Ihre Kontaktwünsche werden im Vorfeld mit der AHK genauestens koordiniert. 

Ergänzt wird das Programm durch Briefing und Netzwerkabend. Die Reise bietet damit einen praxisnahen Einstieg in den Markt und unterstützt gezielt die Anbahnung konkreter Geschäfts- und Kooperationsprojekte. 

Anmeldeschluss: 30.03.2026

Zielgruppe deutsche Unternehmen

Unternehmen, die ihren Hauptsitz in Deutschland haben, sind herzlich zu dieser Energie-Geschäftsreise eingeladen. Insbesondere Produkte, Technologien und Dienstleistungen aus folgenden Bereichen sind für den Zielmarkt relevant:

  • Energieerzeugung (Photovoltaik, KWK, Biogas, Biomasse, Kleinwind, Kleinwasserkraft) 
  • Hybride Energiesysteme 
  • Energiespeicherung (Batteriespeicher, Wasserstoffspeicher) 
  • Energiemanagement und Lastoptimierung (Lastmanagement, Peak Shaving, Verbrauchsoptimierung) 
  • Smart-Grid- und Microgrid-Lösungen 
  • Digitale Steuerungs- und Leitsysteme für Energieanlagen 
  • Automatisierungslösungen (IoT, hybride Steuerung) 
  • Komplette Containerlösungen 
  • Monitoring- und Anlagenüberwachung 
  • Predictive Maintenance 
  • Emissions- und CO-Management

Fachpublikum im Ausland

Im Zielmarkt vermittelt die AHK Ihnen wichtige Kontakte für eine erfolgreiche Markterschließung. Dazu gehören insbesondere die individuellen Geschäftskontakte, die Sie in den begleiteten B2B-Gesprächen kennenlernen können. Darüber hinaus werden Kontakte aus folgenden Bereichen zur Fachkonferenz eingeladen sein:

  • staatliche und private Unternehmen, insbesondere aus den Bereichen:
    • Landwirtschaft
    • Bergbau
    • Garnelenzucht
    • Logistikzentren
    • Häfen/Flughäfen
    • Hotels, Einkaufszentren und Supermärkte
    • Krankenhäuser
    • Bildungseinrichtungen
  • Ministerien, Regulierungsbehörden und staatliche Institutionen
  • relevante Verbände und Brancheninitiativen
  • Forschungs- und Technologieeinrichtungen
  • Investoren

Zielmarkt

2024 kam es in Ecuador zu massiven Stromabschaltungen – zunächst im März/April und dann durchgehend von Ende September bis Dezember, teilweise bis zu 14 Stunden täglich. Besonders betroffen war die Privatwirtschaft, die erhebliche Produktions- und Umsatzeinbußen hinnehmen musste, laut Presseberichten bis zu 70 Millionen US-Dollar pro Tag. Industrie-Großverbraucher wurden zeitweise bis zu zwei Wochen komplett vom Netz genommen. 

Die Ursachen für diese Energiekrise liegen vor allem in einer fehlgeleiteten Sparpolitik und Investitionsstopps im überwiegend öffentlichen Stromsektor seitens der letzten Regierungen. Politische und wahlstrategische Interessen führten zudem dazu, dass Warnungen technischer Expertinnen und Experten ignoriert wurden. Eine etwas früher einsetzende jährliche Trockenzeit im Amazonastiefland, wo die meisten großen Wasserkraftwerke stehen, war schließlich der Auslöser für den Zusammenbruch und führte zu Blackouts sowie geplanten massiven Stromabschaltungen. Auf Makroebene ist das Thema sehr komplex und selbst bei Korrekturen wohl nur mittel- bis langfristig zu lösen. 

Als kurzfristige Lösung für die Probleme der Industrie, des Einzelhandels und des Tourismussektors wurden Anreize für den Import von Dieselgeneratoren geschaffen. Diese Maßnahme ist nicht nur klimapolitisch fragwürdig, sondern auch wirtschaftlich für Unternehmen langfristig nicht tragbar. Hohe Einbußen und dennoch zehnfache Stromkosten drängten Unternehmen dazu, sich mittelfristig nach nachhaltigeren Lösungen zur Absicherung ihrer Energieversorgung umzusehen. 

Leider waren auch Unternehmen, die bereits EE-Anlagen (meist PV) zur Senkung ihres Verbrauchs über Netmetering/Netbilling installiert hatten, bei Netzausfällen nicht abgesichert, da Speicher und autarke Systeme nie vorgesehen waren. Hier besteht unmittelbarer Bedarf an Nachrüstungen sowie an neuen Komplettanlagen mit Speicher (auch H). Große Industrien (insbesondere Agro- und Lebensmittelbranche) ziehen die Nutzung von Bioenergie aus eigenen Reststoffen in Betracht. 

Marktchancen bestehen daher entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Energiemanagement – von Energieerzeugung, Speicherung, Optimierung und Automatisierung bis hin zu komplementären Technologien. Mögliche Anwendungen reichen von kleineren Projekten für Schulen, Krankenhäuser, Einkaufszentren und Hotels (meist PV und Speicher) bis hin zu großen Anlagen für energieintensive Industrien und den Bergbau, teilweise auch mit KWK. Zunehmend besteht Nachfrage nach Energieerzeugung aus eigenen, meist organischen Reststoffen sowie nach Backup-Lösungen für Industriebetriebe mit stark schwankendem Energieverbrauch. 

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