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Potenziale für Bioenergie in Kanada

  • Erneuerbare Energien
  • Inland

29.November 2016, Veranstaltungsort wird noch ergänzt

Kategorie: Erneuerbare Energien

Am 17. Oktober 2016 fand in München eine Informationsveranstaltung statt, die sich mit den Geschäftspotenzialen für deutsche Unternehmen im Bereich Bioenergie in Kanada beschäftigte. Dabei wurde ein besonderer Schwerpunkt auf feste Biomasse, Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und Holzvergasung gelegt. Um die Marktchancen in Kanada zu beschreiben, waren Vertreter von der AHK Kanada sowie von zwei Forschungsinstitutionen nach München gekommen. Die Informationsveranstaltung war Teil der Exportinitiative Energie und wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) umgesetzt.

Wie der Referent von Torchlight Bioresources, Dr. Jamie Stephen, gleich zu Beginn seines Vortrags verdeutlichte, bestehen in Kanada allein aufgrund der Ausmaße des Landes große Potenziale für die Nutzung von Bioenergie: Kanada verfügt beispielsweise über die weltweit höchsten Pro-Kopf-Biomasse-Vorkommen. Gleichzeitig hat das Land aber auch große Vorkommen fossiler Energieträger, weswegen die Strom- und Wärmekosten durchschnittlich eher gering sind. Die Marktpotenziale für erneuerbare Energien und vor allem für die Nutzung von Bioenergie unterscheiden sich daher von Provinz zu Provinz. Dabei besteht vor allem in den netzfernen Gebieten Potenzial zur Stromerzeugung für den Eigenbedarf.

Dazu gehören beispielsweise die nördlichen Provinzen, in denen bislang Wasserkraft und Diesel-Gensets die Elektrizitätserzeugung dominieren. Hierzu zählen auch die Siedlungen der so genannten First Nations. Diese umfassen ca. 200.000 Personen in etwa 300 Gemeinden, die nicht an das Nordamerikanische Stromnetz angeschlossen sind und deren Stromerzeugung von Diesel dominiert wird. Zur Wärmeerzeugung werden Heizöl und Propangas verwendet. Mittlerweile gibt es hier auch die ersten Projekte mit Wind/PV-Anlagen und Kleinwasserkraft. Dabei hat die vermehrte Nutzung erneuerbarer Energieträger den Vorteil, dass entsprechendes Knowhow vor Ort geschaffen wird und der teure Import von Diesel ersetzt werden kann. Die grundsätzlichen Voraussetzungen stimmen also; um sich aber dauerhaft im Zielmarkt durchzusetzen, ist laut dem Fachreferenten Dr. Marian Marinescu von FPInnovations ein Pilotprojekt notwendig, das als Vorbild für weitere Projekte gesehen werden kann. 

Dabei sind verschiedene Herausforderungen zu beachten: An erster Stelle steht hier sicherlich der Fachkräftemangel, der durch Ausbildungsprogramme behoben werden muss. Außerdem fehlt vielen Gemeinden die finanzielle Ausstattung, um größere Projekte umsetzen – hier sind Anreizsetzungen durch die Regierung gefragt. Auch die AHK Kanada betonte in ihrem Vortrag, dass einschlägige Projekterfahrung in Kanada essentiell für den weiteren Geschäftserfolg ist. Dazu zählt auch eine Partnerschaft mit lokalen Unternehmen. Eine Möglichkeit, potenzielle Geschäftspartner kennen zu lernen, bietet die AHK-Geschäftsreise nach Kanada zum Thema Bioenergie mit Fokus auf Holzvergasungs-KWK-Technologie, die voraussichtlich im 2. Quartal stattfinden wird. Weitere Informationen hierzu finden Sie demnächst unter www.german-energy-solutions.de.

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