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Energiewende in Kanada - made with Germany

08.Januar 2020, Deutschland

Holzbasierte Strom- und Wärmeerzeugung

Unglaublich, diese Technologie! – Diese Worte wurden regelmäßig geäußert, als die kanadischen Teilnehmer die Effizienz der deutschen Anlagen und Produkte begutachteten.  Während einer einwöchigen Informationsreise der Exportinitiative Energie besuchte eine siebenköpfige Delegation aus den Provinzen Yukon, Ontario und Quebec Einrichtungen in Deutschland um sich über das Thema Holzbasierte Strom- & Wärmeerzeugung zu informieren. Zwischen dem 11. und 15. November wurden Anlagenbauer, Heizkraftwerke und weitere Anwender besucht, deren nachhaltige Energieversorgung auf Holz beruht.

NETZWERKVERANSTALTUNG Zu Beginn der Reise wurde eine Netzwerkveranstaltung organisiert, auf welcher ein thematischer Einstieg bereitet wurde. Neben Fachreferenten aus der Forschung und dem Verbandswesen erhielten deutsche Unternehmen die Gelegenheit, ihre Lösungen anhand von realisierten Projekten darzustellen. Für die deutschen Unternehmen bot sich mit der Delegationsreise der große Vorteil, mit Vertretern aus den verschiedenen kanadischen Provinzen in Kontakt zu treten, welche aufgrund der großen Entfernungen nur schwer erschlossen werden können.

EINDRÜCKE AUS KANADISCHER PERSPEKTIVE Die Teilnehmer stammen dabei aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen. Die Suche nach deutschen Zulieferern und Geschäftspartnern ist für die Teilnehmer der Hauptgrund zur Teilnahme. Auch die sog. First Nations – die Institutionen der kanadischen Ureinwohner – interessieren sich für das Thema. In den entlegenen Kommunen Kanadas, welche durch geringere Arbeits- und Einkommensmöglichkeiten gekennzeichnet sind, könnten durch die vermehrte Anwendung von Holzenergie immense Mengen importierten Diesels ersetzt werden, der in den netzfernen Gebieten die Hauptenergiequelle darstellt. Somit kann auch ein Beitrag zu regionalen Wertschöpfungsketten geleistet werden.

TECHNOLOGIEN & TRAINING Ein Teilnehmer merkte an, dass die deutsche Technologie der nordamerikanischen in Punkto Effizienz um Lichtjahre voraus sei, entsprechend groß war das Interesse. Als Wermutstropfen wurde jedoch die hohe technische Komplexität der Anlagen genannt. Erfolgreiche Projekte vor Ort sollten also stets auch Trainings beinhalten, sodass das erforderliche Wissen für eine effiziente Anwendung gleichfalls vermittelt wird. Das zwischen der EU und Kanada geschlossene CETA-Handelsabkommen wird den transatlantischen Handel künftig noch weiter vereinfachen.

ORGANISATION Die Informationsreise wurde von dem Unternehmen energiewaechter GmbH in Kooperation mit der Deutsch-Kanadischen Industrie- & Handelskammer durchgeführt. Wir freuen uns darauf, 2020 wieder zahlreiche internationale Delegationen in Deutschland begrüßen zu können. Haben Sie Interesse am Austausch? Dann finden Sie rechts einen Überblick zu den Herkunftsländern und Themen.

Bilder: Die Delegation besichtigt die Leitzentrale der Stadtwerke Rosenheim (oben links). Training am Simulator im Forstlichen Bildungszentrum in Sachsen-Anhalt (oben rechts und unten mittig).

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