Veranstaltungen im Ausland

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AHK-Geschäftsreise Finnland: Energieeffizienz in der finnischen Industrie

10. - 13. Oktober 2016, Veranstaltungsort wird noch ergänzt

Die Teilnehmer der AHK-Geschäftsreise nach Finnland / Helsinki haben in der Zeit vom 10. bis 13. Oktober 2016 die Möglichkeit, sich über die Marktpotentiale für Energieeffizienztechnik zu informieren und Geschäftskontakte zu knüpfen. Am 10. Oktober organisiert die AHK Finnland zunächst ein Vorabendbriefing für die Delegationsteilnehmer, das dem gegenseitigen Kennenlernen dient und auf den Zielmarkt vorbereitet. Auf der Fachkonferenz am 11. Oktober präsentieren die deutschen Teilnehmer in Helsinki ihr Unternehmen und ihre Produkte bzw. Dienstleistungen dem Fachpublikum, den Vertretern aus der finnischen Industrie, Energieberatern, Behörden sowie Verbänden wie dem Finnischen Industrie- und Arbeitgeberverband. An den darauffolgenden Tagen (12. und 13. Oktober) finden die individuellen Gespräche mit potenziellen Geschäftspartnern statt. Diese Gespräche werden bereits im Vorfeld individuell nach den Vorgaben der deutschen Teilnehmer von der AHK Finnland organisiert. Die Geschäftsreise findet im Rahmen der Exportinitiative Energie statt und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

Finnland zählt, wie die anderen nordischen Länder auch, im Bereich Erneuerbare Energien und Energieeffizienz international zu den Vorreitern. Trotzdem gehört der finnische Treibhausgasausstoß zu den weltweit höchsten, was einem hohen Lebensstandard, langen Transportwegen, den klimatischen Bedingungen und den gängigen Heiztechniken geschuldet ist. In den starken und besonders energieintensiven Industriezweigen wie der chemischen Industrie, der Metallerzeugung und der Fortwirtschaft aber auch im Bergbau, der Lebensmittelindustrie oder der Papierindustrie besteht zudem großer Bedarf an einer effizienteren Nutzung von Energie. Angesichts einer hohen Nachfrage besteht weiterhin großes Potenzial für Energieeffizienztechnologien, insbesondere im Bereich der genannten Industriezweige. Neben der Kostenreduzierung und der Unabhängigkeit von Energieimporten spielt auch der Klimaschutz eine große Rolle.

In Finnland gibt es zahlreiche gesetzliche Regelungen für die Förderung der Energieeffizienz. Die Energieeffizienzverordnungen sind 2003, 2010, 2012 und letztlich 2015 weiter verschärft worden. Im Jahr 2013 wurden die Energieeffizienzanforderungen an Gebäude weiter erhöht. Diese Neuerungen beruhen auf den verschärften Richtlinien der EU (2010/31/EU).  Die Höchstgrenzen für die gesamte Wärme-, Kühlungs- und Stromenergie je nach Gebäudetyp kommen seit Anfang 2012 zum Einsatz.

Am 4.12.2012 ist die europäische Energieeffizienzdirektive (EED) in Kraft getreten. Diese ersetzt die Energiedienstleistungsdirektive (2006/32/EY) und die sogenannte CHP-Direktive (2004/8/EY). Die Umsetzung dieser Direktive erfolgte in Finnland Anfang des Jahres 2015 mit der Einführung des neuen Energieeffizienzgesetzes und den damit verbundenen Gesetzesänderungen. Mithilfe dessen soll die Energieeffizienz gefördert, zur Energieersparnis beigetragen und der Energieendverbrauch sowie der Primärenergieverbrauch verringert werden.

Im neuen Gesetz wird großen Unternehmen vorgeschrieben, alle vier Jahre eine verpflichtende Energiebilanz aufzustellen. Das Gesetz betrifft unabhängig vom Tätigkeitsfeld alle Unternehmen, deren Mitarbeiterzahl 250 Personen übersteigt oder deren Umsatz mehr als 50 Millionen und deren Jahresbilanzsumme über 43 Millionen Euro beträgt. Die Untersuchungen betreffen Industrie-, Dienstleistungs-, Service-, sowie Bank- und Versicherungsunternehmen. Zur Untersuchung gehören die Kartierung des gesamten Stromverbrauchs sowie eine Stichprobe der Energiebilanz der Gebäude und der Industrie. Mit der Verpflichtung zur Aufstellung einer Energiebilanz für große Unternehmen wird für diese keine Förderung mehr zur Verfügung gestellt.

Die Energiebilanz umfasst die Untersuchung des gesamten Energieverbrauchs, der Energiesparmöglichkeiten und die Berichterstattung der umgesetzten Energieeffizienzförderungsmaßnahmen. Die Energiebilanz kann sich dabei auf Gebäude, Gebäudeteile, Industrieanlagen (oder Teile davon), Transportketten oder sonstige unabhängige Energieverbrauchseinheiten beziehen. Dabei muss die in die Bilanz einbezogene Einheit mindestens 10% des Gesamtenergieverbrauchs des Unternehmens, oder mindestens 10% der Gebäude abdecken. Der Fokus soll jedoch auf solche Einheiten gelegt werden, die den höchsten Energieverbrauch und das höchste Potential zur Verbesserung der Energieeffizienz haben. Finnlands Ziel des Gesamtenergieverbrauchs beträgt bis zum Jahr 2020 voraussichtlich 310 TWh.

Insbesondere richtet sich die Veranstaltung daher an deutsche Anbieter von

  • Messtechniken und Kontrollmethoden
  • „Chain-energy efficiency“-Technologie
  • Restwärmenutzungstechnik
  • Prozesstechnologien
  • energieeffizienten Pumpen, Dampfkondensatsystemen, Ventilatoren/Gebläsen und Pressluftgeräten
  • effizienten Wärmesystemen
  • Beleuchtung innen und außen
  • Klimaanlagen
  • Dienstleistungen in der Instandhaltung und Pflege von industriellen Gebäuden (energy efficient maintenance)

Über die Geschäftsreise hinaus gibt es weitere Möglichkeiten, sich mit den Potenzialen und Marktchancen im Zielmarkt vertraut zu machen:

Zudem findet am 29.11.2016 in München eine Informationsveranstaltung zum Thema „PV-Aufdachanlagen und Solarthermie in Gebäuden“ statt, auf der u.a. Experten aus Finnland einen Einblick in die Marktpotenziale vor Ort geben werden. Im Rahmen der Informationsveranstaltung wird die finnische Delegation nach Deutschland kommen, die sich über das Thema informieren wird. Bei Interesse können deutsche Unternehmen den ausländischen Gästen eigene Referenzprojekte zeigen und somit erste Kontakte knüpfen. 

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