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AHK-Geschäftsreise Brasilien: Biogas - energetische Nutzung von Abfällen und Abwässern

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30. - 04. Dezember 2015, Veranstaltungsort wird noch ergänzt

Kategorie: Erneuerbare Energien

Im Rahmen der AHK-Geschäftsreise nach Brasilien zum Thema „Biogas: Energetische Nutzung von Abfällen und Abwässern“ haben deutsche Unternehmen die Möglichkeit, sich vom 30.11. bis zum 04.12.2015 über die Marktbedingungen vor Ort zu informieren und gezielt Geschäftskontakte zu knüpfen. Das Angebot richtet sich insbesondere an Unternehmen, die in den Bereichen Anlagenbau bzw. Herstellung von Anlagenteilen, Planung und Durchführung von Biogassystemen (EPC) sowie in der Beratung und im Ingenieurwesen aktiv sind und ein Engagement in Brasilien planen. Auf einem Vorabendbriefing am 30. November in Rio wird den Teilnehmern zunächst die Agenda vorgestellt und erste Informationen zum Zielmarkt werden gegeben. Am 1. Dezember haben die teilnehmenden Unternehmen im Rahmen einer Fachkonferenz in Rio dann die Möglichkeit, ihre Produkte und Dienstleistungen einem breit gefächerten Fachpublikum mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft vorzustellen.

Brasilien muss seine Energieversorgung neu strukturieren und in vielen Bereichen stark investieren. Steigender Energiebedarf, hohe Strompreise, bedrohte Energiesicherheit, Umweltproteste beim Bau von Riesenwasserkraftwerken sowie das noch weitgehend ungenutzte Potenzial bei Solarenergie und Biomasse könnten dem Sektor in Brasilien in den kommenden Jahrzehnten ein neues Gesicht geben. Die zuständige Behörde EPE arbeitet an einem langfristigen Rahmen bis 2050.

Fachleute sind sich einig, dass bei der Stromerzeugung aus Biogas und Biomasse in Brasilien noch ein großes ungenutztes Potenzial liegt. Versuche mit Biogas in den 80er und 90er Jahren scheiterten an technischen Problemen. Nun scheint es einen neuen Anlauf zu geben. Besonders interessante Bereiche sind laut Experten bei Biogas die Schweinemastbetriebe im Süden des Landes, die großen Müllkippen der Metropolen sowie thermische Kraftwerke, in denen Reststoffe der Zucker-, Ethanol- und Holzproduktion verbrannt werden. Allein durch das Verbrennen der reichlich vorhandenen Zuckerrohrbagasse rechnen Experten mit einem Anstieg der Stromerzeugungskapazität aus Biomasse auf 8,4 GW bis 2022.

Deponiegas wird an vielen Standorten bereits gewonnen, jedoch nicht immer energetisch genutzt, sondern meistens verbrannt. Der Markt für Klärgas-Technologien befindet sich gerade vor einem entscheidenden Boom und es existieren bereits mehrere Anlagen. Aktuell gibt es 22 Biogasanlagen mit einer installierten Leistung von 82,67 MW. Im Jahr 2014 sind zehn weitere Kraftwerke mit einer Leistung von mehr als 7 MW in Betrieb gegangen.

Die Einspeiseregulierung erlaubt bei Kapazitäten von bis zu 1 MW relativ unbürokratisch die Einspeisung ins Verteilungsnetz, was vor allem die dezentrale Erzeugung durch Biogas sowie Kraft-Wärme-Kopplung ermöglicht und begünstigt. Der „Nationale Aktionsplan für Siedlungs- und Industriebabfälle“ sieht vor, dass die Kommunen noch 2014 alle offenen Müllkippen schließen und sämtliche Abfälle energetisch und/oder stofflich verwerten müssen. Wo dies nicht möglich ist, müssen die Abfälle umweltverträglich auf kontrollierten Deponien gelagert werden.

Beim Staat stehen außerdem Fördermittel für den Ausbau des Siedlungswasserbaus für die Kommunen zur Verfügung. Derzeit werden nur 37% der Abwässer einer Behandlung unterzogen. Auch hier stehen die Gemeinden unter enormen Druck ihre Kläranlagen auszubauen und durch energieeffiziente Lösungen zu ersetzen bzw. zu erweitern. Die Deponie- und Klärgasgewinnung sowie -verwertung wird in den kommenden Jahren ein wichtiges Thema für Kommunen und städtische Betriebe. Profitieren können Biogasanlagen zudem vom F&E-Programm der Stromregulierungsbehörde ANEEL.

Das geschätzte Biogas-Potenzial aus Abwässern und organischen Abfällen beträgt ca. 50 Mio. m³ Methan/Tag oder etwa 3.400 MW bisher unerschlossener Kapazität. Bis 2033 soll ein nationaler Sanierungsplan die Leistung der Abwasser- bzw. Abfallwirtschaft verbessern. Die brasilianische Regierung geht von Investitionen in Höhe von ca. 170 Mrd. EUR in den nächsten 20 Jahren aus.

Marktchancen ergeben sich für deutsche Unternehmen aufgrund des großen Know-How- und Erfahrungsvorsprungs in allen Bereichen der Wertschöpfungskette.

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